Prüfungskultur für Prüfungen und Leistungsnachweise in einer Welt mit KI

27. November 2026, 09:00 Uhr

Thema: Akademische Kompetenzen
Anbieter: Zentrum für Lehre und Weiterbildung (ZLW)

Zeit: 27. November 2026, 09:00 Uhr – 8. Dezember 2026, 12:30 Uhr
Referent*in: Dr. Ulrike Hanke
Veranstaltungssprache: deutsch
Diese Weiterbildung richtet sich an: Lehrende, Professor*innen, Promovierende, Postdocs, Junior-Professor*innen, Tenure-Track-Professor*innen
Modus (Ort): online
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S-26-19

Künstliche Intelligenz (KI) stellt die traditionelle Prüfungspraxis an Hochschulen vor große Herausforderungen – und bietet damit gleichzeitig eine riesengroße Chance, alte Zöpfe beim Prüfen endlich abzuschneiden und eine neue Prüfungskultur zu etablieren.
Viele Lehrende an Hochschulen spüren es bereits überdeutlich: So prüfen, wie bisher ist wenig sinnvoll. Studierenden nutzen, egal ob es erlaubt ist oder nicht generative KI für das Anfertigen von Übungsaufgaben, für Seminararbeiten, Laborberichte und Referate. Gleichzeitig ist mittlerweile klar, es rechtssicher nachzuweisen, dass sie es widerrechtlich eingesetzt haben, ist nicht möglich.
Müssen wir nun also automatisch alle Prüfungen in einen überwachten Raum verlegen?
Gleichzeitig ist Lehrenden auch bewusst, dass KI unser aller Leben und Arbeiten beeinflussen wird und dass Studierenden über grundlegende KI-Kompetenzen verfügen müssen, wenn sie die Hochschule verlassen.
Aus diesem Grund haben viele Lehrende/Prüfende in den letzten Jahren auch schon einiges ausprobiert: Prüfungsaufgaben und Aufgaben für Leistungsnachweise verändert und authentischer gestaltet; Studierende aufgefordert mit den fertigen Arbeiten ihre verwendeten Prompts abzugeben oder zu dokumentieren, wie sie KI beim Anfertigen der Arbeit verwendet haben. Aber dann saßen sie vor den fertigen Arbeiten und fragten sich, wie Sie nun mit diesen Promptsammlungen und Dokumentationen umgehen sollten. Erhält jemand der viel gepromptet hat, eine bessere oder eine schlechtere Note? Und eine gute Dokumentation: Ist das ein Zeichen, dass eine studierende Person über höhere oder weniger hohe Kompetenzen verfügt? Bekommt sie eine bessere oder schlechtere Note als jemand, der/die KI anscheinend gar nicht verwendet hat?
In diesem Kurs lernen Sie Möglichkeiten kennen, wie Sie mit diesen Herausforderungen umgehen können. Sie lernen die Ursachen kennen, die in unserer derzeitigen Prüfungspraxis dazu führen, dass wir vor diesen Herausforderungen stehen.
Ausgehend davon stelle ich Ihnen dann Ansätze einer neuen Lehr- und Prüfungskultur vor und zeige konkrete Maßnahmen, wie Sie diese umsetzen können.
Außerdem stelle ich Ihnen drei konkrete Beispiele aus meiner Praxis vor, um Ihnen zu verdeutlichen, wie das konkret aussehen könnte.
Ein besonderer Fokus liegt dabei darauf, das Lernen in den Fokus zu rücken, statt stets so stark auf die Prüfungen, Produkte und Noten zu schauen.
Bitte beachten Sie aber: Wenn Sie diesen Kurs bearbeiten, sollten Sie etwas Offenheit dafür mitbringen, altbekanntes kritisch zu hinterfragen und ggf. auch über Bord zu werfen. Wenn Sie „nur“ nach Möglichkeiten suchen, KI aus Lehre und Prüfung zu verbannen, oder der Überzeugung sind, dass es unüberwachte Prüfungen gibt, in der man den Anteil der „KI“ irgendwie „herausrechnen“ kann, dann ist dieser Kurs NICHT für Sie geeignet.

Veranstaltungszeitraum: Start Selbstarbeitsphase: 17.11.2026 und Virtuelle Präsenz: 08.12.2026, 09:00 - 12:30 Uhr

Anmeldung 

25,00 €
Hochschuldidaktik Zentrum Baden-Württemberg I Arbeitsstelle Stuttgart
Universität Stuttgart I Zentrum für Lehre und Weiterbildung - Hochschuldidaktik
Simone Loewe
Azenbergstraße 16
70174  Stuttgart

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