Fachübergreifende Schlüsselqualifikationen (FÜSQ)

FÜSQ dienen dazu, das Fachstudium gedanklich zu verlassen, den persönlichen Horizont zu erweitern und praxisnahe Alltagskompetenzen zu erwerben. Sie fördern ein transferorientiertes, reflektiertes und verantwortungsvolles Handeln in Berufstätigkeit und Gesellschaft. Somit ermöglichen sie, das im Studium gelernte Wissen lebensnah anzuwenden und auf komplexe Herausforderungen der Gesellschaft kompetent und verantwortungsvoll reagieren zu können.

Aktuelle Informationen

Informationen der Uni Stuttgart zum Corona-Virus 

Zu den Corona und den Allgemeinen FAQ der FÜSQ

Registrier- und Vergabephasen für das Wintersemester 2020/21

1. Registrierphase:  14.09. - 29.09.2020 
1. Vergabephase:     30.09. - 01.10.2020                                       

2. Registrierphase:  02.10. - 13.10.2020
2. Vergabephase:     14.10. - 15.10.2020

Abmeldungen sind bis zum 29.11.2020 möglich.

Hinweise zu den digitalen FÜSQ-Veranstaltungen

Alle digital durchgeführten FÜSQ-Veranstaltungen haben den gleichen Stellenwert  wie die ursprünglich geplanten Präsenzveranstaltungen und erfordern von Ihnen einen ebenso hohen Zeit- und Arbeitsaufwand wie die konventionellen FÜSQ-Veranstaltungen.                 

Informationen darüber, welche FÜSQ-Veranstaltungen im Sommersemester 2020 online angeboten werden, finden Sie in C@MPUS bei den jeweiligen Veranstaltungsterminen unter „Anmerkungen“.                

  • praxis- und lebensnah
  • inter- und transdisziplinär ausgerichtet
  • wissenschaftlich, praktisch oder künstlerisch fundiert
  • für alle Bachelor- und Masterstudierende offen
  • keine fachlichen Voraussetzungen nötig
  • wählbar gemäß Ihrer Prüfungsordnung
  • 3 ECTS pro FÜSQ-Veranstaltung
  • unbenotet

"Intelligente Systeme für eine zukunftsfähige Gesellschaft"

So lautet die Vision der Universität Stuttgart, die für interdisziplinäre Integration von Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften auf der Grundlage disziplinärer Spitzenforschung steht.

An der Universität Stuttgart werden FÜSQ seit 2008 angeboten und sind hier, anders als an vielen anderen Universitäten, fester Bestandteil der Prüfungsordnung. Sie fördern ganzheitliche Fertigkeiten im Sinne der Vision der Universität Stuttgart, haben eine inter- und transdisziplinäre Ausrichtung und sind wissenschaftlich, praktisch oder künstlerisch fundiert.

Sie verfolgen u. a. das Ziel, das Fachstudium gedanklich zu verlassen, den persönlichen Horizont zu erweitern und praxisnahe Alltagskompetenzen zu erwerben. Sie fördern ein transferorientiertes, reflektiertes und verantwortungsvolles Handeln in Berufstätigkeit und Gesellschaft. Somit ermöglichen sie, das im Studium gelernte Wissen lebensnah anwenden und auf komplexe Herausforderungen der Gesellschaft kompetent und verantwortungsvoll reagieren zu können und erleichtern den Übergang in die Phase der Berufstätigkeit.

Wer kompetent ist, kann etwas - FÜSQ an der Universität Stuttgart lassen sich einordnen in ein allgemeines psychologisches Kompetenzmodell:

„Kompetenzen sind die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können“ (Weinert, 2001, S. 27).

Um mit den komplexen Herausforderungen der gesellschaftlichen Entwicklung und des eigenen Lebens erfolgreich, reflektiert und verantwortungsvoll umgehen zu können, ist es wichtig, neben Fachwissen über FÜSQ zu verfügen. 

Die Teilnahme an FÜSQ ermöglicht den Studierenden, sich über Ihr Fachwissen hinaus übergreifende Kompetenzen in unterschiedlichen Bereichen anzueignen oder diese weiter auszubauen.

Im Feld der Schlüsselqualifikationen an der Universität Stuttgart werden die Kompetenzen in vier Bereiche untergliedert: Methodische, soziale, kommunikative und personale Kompetenz (Kompetenzbereich 1-4). Um darüber hinaus der starken Ausrichtung unserer Universität im Bereich MINT1 und Intelligente Systeme Rechnung zu tragen, sind zwei dementsprechende inhaltsbezogene Kompetenzbereiche Teil der FÜSQ (Kompetenzbereiche 5 und 6).


Kompetenzbereich 1 - Methodische Kompetenzen

Methodische Kompetenzen umfassen die Fähigkeit, innerhalb eines definierten Sachbereichs denk- und handlungsfähig zu sein (Frey & Balzer, 2005). Damit sind beispielsweise Lern- und Arbeitstechniken gemeint, aber auch Projektmanagement und Planung sowie der versierte Umgang mit Fremdsprachen. Methodische Kompetenzen umfassen ferner Fertigkeiten, um Informationen zu beschaffen, im Hinblick auf ihre Relevanz zu analysieren und reflektiert im Kontext zu verwenden. Insofern stellen methodische Kompetenzen eine Querschnittskompetenz dar. 

 

Kompetenzbereich 2 – Soziale Kompetenzen

Soziale Kompetenzen befähigen Menschen, gemeinsam mit anderen zu leben und zu arbeiten. Konkret bedeutet das, in Situationen mit unterschiedlichen Anforderungen in Kooperation mit anderen Aufgaben und Probleme verantwortungsvoll zu lösen (vgl. z. B. Schuler & Barthelme, 1995; Kanning, 2002). Dazu gehört neben Kooperation beispielsweise der Umgang mit Konflikten oder die Fähigkeit, die Perspektiven anderer zu übernehmen, aber auch das Erkennen relevanter sozialer und beruflicher Netzwerke.

 

Kompetenzbereich 3 – Kommunikative Kompetenzen

Kommunikative Kompetenzen weisen zahlreiche Überschneidungen mit benachbarten Kompetenzbereichen auf; keine Schlüsselkompetenz kommt ohne Kommunikation aus. Kommunikative Kompetenzen drücken aus, inwieweit eine Person sich in unterschiedlichen beruflichen, persönlichen und virtuellen Gebieten mitteilen und die Mitteilungen anderer aufgreifen kann (Franck, 2019). Zu den Fähigkeiten im Bereich kommunikativer Kompetenz gehören unter anderem die Kunst des Smalltalks, Argumentation, Bewerbung, Feedback, Austragung von Konflikten, Umgang mit Kritik und Lob, Moderation, nonverbale Kommunikation, Präsentation und Zuhören.

 

Kompetenzbereich 4 – Personale Kompetenzen

Personale Kompetenzen werden auch als Selbst- oder Humankompetenz bezeichnet. Sie umfassen die Bereitschaft und Fähigkeit, als individuelle Persönlichkeit die Entwicklungschancen, Anforderungen und Einschränkungen in Familie, Beruf und öffentlichem Leben zu klären, zu durchdenken und zu beurteilen, eigene Begabungen zu entfalten sowie Lebenspläne zu fassen und fortzuentwickeln (Beutner, Kremer, Kundisch, Rohde & Zoyke, 2015). Dazu gehören etwa personale Eigenschaften wie Selbstständigkeit, Kritikfähigkeit, Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit, Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein. Teil dieser Kompetenz sind also neben Kenntnissen, Fertigkeiten auch Einstellungen und Werthaltungen (Beutner et al., 2015).

 

Kompetenzbereich 5 – Kompetenzen in den Fächern Recht, Wirtschaft, Politik

Der Kompetenzbereich 5 fokussiert ökonomische, rechtliche und politische Kompetenzen. Hier sehen die Studierenden die gesellschaftlichen Zusammenhänge zwischen ihrem Fach, den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie den existierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlich–politischen Systemen. Sie sind in der Lage, sich auch in diesen Bereichen selbstbestimmt einen fundierten Standpunkt zu erarbeiten, indem sie rechtliche, wirtschaftswissenschaftliche und politikwissenschaftliche Systeme und ausgewählte Aspekte betrachten, einordnen, reflektieren und bewerten können.

 

Kompetenzbereich 6 – Naturwissenschaftliche und technische Kompetenzen
(für Studierende in Nicht-MINT Fächern; bitte die Prüfungsordnungen beachten)

Der Kompetenzbereich 6 beinhaltet einen Wissens- und Fähigkeitserwerb in natur- und technikwissenschaftlichen Disziplinen. Studierende in Nicht-MINT Fächern setzen sich mit natur- und technikwissenschaftlichen Inhalten auseinander (u. a. Theorien, Konzepte, Phänomene). Der Bereich fokussiert den Erwerb ausgewählter fachlicher Kompetenzen der Naturwissenschaften und/oder ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen und soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen ökonomische, gesellschaftliche und politische Handlungsfelder im Bezugsfeld von natur- und technikwissenschaftlichen Sachverhalten reflektiert und im Kontext einer Technikmündigkeit zu bewerten.

MINT-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Anfragen

Bitte nutzen Sie für alle Anfragen generell folgende E-Mail-Adresse:
sq@zlw.uni-stuttgart.de

 

SQ-Team

Dipl.-Ing.

Andrea Adis

Fachübergreifende Schlüsselqualifikationen

Dipl. Päd.

Christina Heres

Fachübergreifende Schlüsselqualifikationen

 

Sara Kuka

Fachübergreifende Schlüsselqualifikationen, Studentische Hilfskraft

Zum Seitenanfang