Studentische Gruppen und Arbeitskreise am  Zentrum für Lehre und Weiterbildung (zlw) und Studium Generale

Kostenlos vielfältigen Interessen nachgehen, Neues ausprobieren und am Hochschulleben teilnehmen: Sind Sie dabei!

Das Studium Generale bietet zahlreiche Möglichkeiten am Hochschulleben teilzunehmen und fördert durch kostenlose Angebote für Studierende den Ausgleich durch Kultur, Bewegung und Ideenaustausch. Hier können Sie nicht nur etablierten Interessen nachgehen, sondern auch etwas Neues vielleicht auch Exotisches ausprobieren. Viele studentische Gruppen und Arbeitskreise werden vom Zentrum für Lehre und Weiterbildung (zlw) betreut, gefördert und finanziell unterstützt. Neben den vorwiegend studentischen Gruppen und Arbeitskreisen gibt es auch solche bei denen sich neben Studierenden auch Beschäftigte und Externe kostengünstig beteiligen können. Hierzu zählen:

Live Band "Current Flow" bei der Vernissage
Genügsam
Vorführung "Tod auf dem "Nil"

Unsere News:

Nach mehr als 2 Jahren Pause fand am Montag, den 04. Juli 2022, wieder die Vernissage des Arbeitskreises Photographie zu der neuen Ausstellung „Minimalismus" im ökumenischen Zentrum auf dem Uni-Campus Vaihingen statt. Den Photo-AK gibt es seit den 1990er Jahren. Seit 1999 ist der Arbeitskreis Teil des Studium Generale mit derzeit etwa 10 aktiven Mitgliedern.

In diesem Jahr wurde die Vernissage zusätzlich durch die Live-Band „Current Flow“ musikalisch begleitet und wie es bereits eine Tradition ist, gab es Gulaschsuppe, „Knabbergebäck“ und verschiedene Getränke.

Bei der Vernissage hatten die Besucher die Gelegenheit mit den Mitgliedern des Arbeitskreises ins Gespräch zu kommen und dabei mehr über den Photo-AK und über die ausgestellten Fotos zu erfahren. Insgesamt wurden 24 Bilder ausgestellt: einige wenige in analoger und der Rest in digitaler Ausführung. Heiko Herrmann, der Leiter des AK erklärte, dass viele der Bilder im Voraus aussortiert wurden, weil es einer Erklärung bedurfte, weswegen diese zum Thema Minimalismus passen. Bei der Auswahl der Bilder hatten die Fotografen den Anspruch, dass die Fotos ähnlich wie Kunstwerke viel Interpretationsraum mit mehreren Deutungsmöglichkeiten zulassen und Emotionen ansprechen.

Das Thema haben sich die Mitglieder gemeinsam aus verschiedenen Vorschlägen ausgesucht.  Hierbei wird immer versucht die Ausstellungsthemen möglichst so zu wählen, dass sie weder technisch noch in der Motivwahl weit einschränken, um die unterschiedlichen Stile und Betätigungsfelder der Fotografierenden unterstützen zu können und somit eine abwechslungsreiche Auswahl an Bildern zusammenbekommen -  erzählte die Leiterin des AK Katrin Bidmon.

Mit dem Thema "Minimalismus" wurde dieses Mal auf eine Reduktion der Bildsprache und eine Fokussierung aufs Detail bzw. auf die Bildwirkung gesetzt und weniger auf die Thematik in den Motiven selbst. Manche Fotos, obwohl sie minimalistisch und meditativ wirken, wurden mit sehr viel Aufwand angefertigt. Interessant war es zu erfahren, dass die Bilder auf dem Bildschirm oftmals anders aussehen als gedruckt. Tendenziell werden die Bilder durch den Druck dunkler, da die Beleuchtung des Bildschirms wegfällt. Viele Versuche sind oft nötig um das Bild mit samt der Schatten so zu erstellen, dass es der Zufriedenheit des Fotografen entspricht.

Die größte Herausforderung allerdings war es, nach über zwei Jahren Pause ohne Präsenztreffen, überhaupt wieder eine Ausstellung auf die Beine zu stellen. Umso mehr freuten sich die sieben Fotografen, dass ihre Arbeiten wieder präsentiert werden konnten. Mit etwa 35 Besuchern war das ÖZ Café gut gefüllt. Ausgestellt bleiben die Bilder im Café bis voraussichtlich Ende des Jahres. Auch Sie haben die Möglichkeit diese künstlerischen und abwechslungsreichen Fotos im ÖZ Café bei beispielsweise einem Cappuccino anzuschauen und in den Austausch zu gehen.

Neue Mitglieder sind im Photo-AK jederzeit willkommen und Interessenten können jederzeit die AK Leiter kontaktieren oder zu den Montagstreffen kommen.

An Abenden vom 01. bis 03. Juli waren alle bis auf den letzten Platz im Café Faust belegt: das Steinfußtheater konnte endlich wieder live vorführen! Auch draußen spürte man eine sommerliche Wochenendstimmung: das Publikum war von jung bis alt und schick bis leger gekleidet, sehr durchmischt.

Diesmal hat das Steinfußtheater den „Tod auf dem Nil“ nach dem Roman von Agatha Christie aus dem Jahr 1937 vorgeführt. Der Krimi ist die dritte Bühneninszenierung seitdem die Theaterpädagogin Nicole Schütte 2018 die Leitung des Steinfußtheaters übernahm. Die Theatergruppe besteht seit 1990 und ist Teil des Studium Generale mit derzeit elf Teilnehmer*innen.

Der Entscheidungsprozess für ein Stück läuft im Ensemble so ab, dass alle Teilnehmer*innen Theaterstücke vorschlagen und vorstellen können. Gemeinsam wird dann eines ausgewählt. In der aktuellen Spielzeit tendierte die Mehrheit der Gruppe von Anfang an zu einem Krimi. Es wurden verschiedene Stücke vorgeschlagen. Schließlich setzte sich „Tod auf dem Nil“ durch – erzählt Nicole Schütte.

Die Spielzeit begann im September 2021. Bis die Aufführungsrechte, sowie das Textbuch beim Verlag besorgt waren, jeder das Stück gelesen und sich mit seiner Rolle vertraut gemacht hatte, verging allerdings einige Zeit, sodass wir erst im Dezember mit den Proben für das Stück anfangen konnten, erinnert sich die Regisseurin. Die Proben fanden wöchentlich für jeweils eineinhalb Stunden statt. Im Sommersemester gab es ein paar Probenwochenenden, bei denen längere Zeiträume am Stück gearbeitet werden konnte, sowie die lange Endprobenphase, in der eine Woche am Stück geprobt wurde.

Grundsätzlich jeder Interessierte darf Mitglied des Ensembles werden. Manche bleiben jahrelang dabei, andere nur für eine Spielzeit – das ist die Besonderheit der Arbeitskreise. Es kommt auch vor, dass frühere Ensemblemitglieder*innnen nach ein paar Semestern erneut teilnehmen. Dadurch ist die Gruppe immer eine bunte Mischung aus Teilnehmer*innen mit unterschiedlich viel Schauspielerfahrungen.

Innerhalb des Stücks spielte die Thematik „Sprache“ eine große Rolle. Arabische sowie französische Einflüsse stellten einen Bezug zum Handlungsort dar. Auch diesmal überzeugten Schauspieler mit ihrer Professionalität und aufwendigen Kostümen.

Im Stück werden klare Rollenbilder aufgezeigt, womit die Autorin natürlich spielt. Die 30er Jahre waren noch voll von Klischees, wie bestimmte Persönlichkeiten zu sein haben. Der fehlende Respekt zwischen den zwei Klassen von Menschen ist sehr markant. Auf der einen Seite noch die zurückgebliebenen „Altreichen“ und auf der anderen Seite die neue Denkweise von z.B. Smith, der zu einem Kommunismus drängt. Hier treffen zwei Welten aufeinander die sich nicht verstehen und auch keinen Respekt füreinander haben.

Menschliche Aspekte, die das Stück beinhaltet, wie Eifersucht, Liebe, Gier, Hass, und wie man sich zu einem Mord durchringt, ändern sich nicht wirklich in 100 Jahren. Probleme wie Armut, Korruption und Ausbeutung durch Superreiche, die Zerstörung dadurch, und auch Fremdenhass sind bis heute aktuelle Themen.

Die Schauspieler selbst führen das Stück auf aktuelle Themen zurück. Gerade in einer Zeit, in der die Schere zwischen arm und reich immer größer wird, hegen immer mehr Leute Groll gegen die wenigen Menschen, die unproportioniert viel haben. Es ist für viele frustrierend, dass manche viel Vermögen durch Erbe haben und hart arbeitende Leute ihre Miete kaum zahlen können. So ist es auch im „Tod auf dem Nil“. Die schöne Kay hat viel zu viel, wohingegen andere so wenig haben, dass sie sogar bereit sind Morde zu begehen. Das Theaterensemble sieht auch Parallelen zu Putin und seinem jetzigen sinnlosen Krieg. Putin ist wie Simon von irgendwelchen Träumen einer Zukunft geblendet, die so einfach nicht zu erreichen sind und vielleicht nicht sein sollen. Beide entscheiden sich für einen extremen Weg – Lügen, Morde und Vertuschungen.

Viele aus dem Publikum, die den Roman gelesen oder die neueste Verfilmung vom „Tod auf dem Nil“ gesehen haben, fragten warum die Rolle des Ermittlers durch den Pfarrer ersetzt wurde. Nicole Schütte löst das Rätsel: Im Theaterstück zum Roman „Tod auf dem Nil“ ermittelt der Pfarrer. Das Stück wurde von Agatha Christie selbst geschrieben und unterscheidet sich in einigen Punkten zum Roman. Das Ensemble hat das Stück fast eins zu eins übernommen. Große Änderungen sind vertraglich verboten.

 

Zum Artikel der Uni Presse

Bei der Vernissage des Photo-AK
Schauspieler mit der Regisseurin nach der Vorstellung

Wenn Sie an einem der Arbeitskreise teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Arbeitskreisleiter*innen oder an Frau Daiva Sell. Wenn Sie einen Arbeitskreis gründen wollen oder eine finanzielle Unterstützung für Ihre Gruppe benötigen, kontaktieren Sie bitte Frau Daiva Sell.

Dieses Bild zeigt Daiva Sell, M.A., Dipl. Päd.

Daiva Sell, M.A., Dipl. Päd.

 

Betreuung studentischer Gruppen und Arbeitskreise des zlw / Studium Generale

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